WhatsApp-Chat mit Fotos und Medien exportieren

Wenn du einen WhatsApp-Chat exportierst und die Medien einschließt, bekommst du kein sauberes Album — du bekommst eine .zip mit einer Textdatei und jedem Anhang lose daneben. Zu wissen, was drinsteckt, wie groß es wird und wo WhatsApp die Grenze zieht, erspart dir später eine böse Überraschung. Hier ist das ganze Bild.

Was „Medien einschließen" tatsächlich exportiert

Wählst du Medien anhängen (iPhone) oder Medien einschließen (Android), landen diese Inhalte gemeinsam mit dem Chat-Text im Zip:

  • Fotos — als .jpg-Dateien.
  • Videos — als .mp4-Dateien.
  • Sprachnachrichten — als .opus-Audiodateien.
  • Dokumente — PDFs und andere im Chat geteilte Dateien, in ihrem Originalformat.
  • Sticker und GIFs — als .webp- oder Bilddateien.

Live-Standort, Anrufe und einmal-anzeigen-Medien sind nicht enthalten — sie wurden von vornherein nie als Dateien gespeichert.

Wie die .zip aufgebaut ist

Öffnest du das Archiv, findest du eine Textdatei plus die Medien, alles in einem einzigen flachen Ordner:

  • Ein Chatprotokoll — _chat.txt auf dem iPhone oder eine nach der Unterhaltung benannte Datei auf Android.
  • Die Mediendateien, benannt nach Datum und einer Kennung, etwa IMG-20260514-WA0007.jpg oder 00000042-PHOTO-2026-05-14.jpg.

Im Protokoll wird jeder Anhang über seinen Dateinamen referenziert — zum Beispiel IMG-20260514-WA0007.jpg (file attached) auf Android oder <attached: 00000042-PHOTO...jpg> auf dem iPhone. Ein Viewer ordnet diese Verweise wieder den Dateien zu, sodass die Medien an der richtigen Stelle erscheinen.

Größe und das Nachrichtenlimit

Zwei Dinge überraschen die meisten:

  • Die Größe. Ein medienreicher Chat kann ein Zip von mehreren hundert Megabyte ergeben. Nutze WLAN und rechne damit, dass E-Mail alles über etwa 25 MB ablehnt — Google Drive oder eine direkte Übertragung ist für große Exporte sicherer.
  • Das Limit. Mit angehängten Medien exportiert WhatsApp ungefähr die 10.000 neuesten Nachrichten (etwa 40.000 ohne Medien). Ältere Medien sind schlicht nicht enthalten. Für ein vollständiges Textprotokoll plus die neueren Medien exportierst du zweimal: einmal ohne Medien, einmal mit.

Medienexport vs. Backup — die beiden nicht verwechseln

Das ist besonders wichtig, wenn du das Handy wechselst: Ein Export mit Medien ist eine lesbare .zip-Datei, die du absichtlich für eine Unterhaltung erstellst. WhatsApps automatisches Backup (in iCloud oder Google Drive) ist etwas völlig anderes und verschlüsselt — es dient dazu, die ganze App auf einem neuen Handy wiederherzustellen, umfasst jeden Chat und lässt sich außer von WhatsApp selbst von nichts öffnen oder lesen. Wenn du auf ein neues Gerät wechselst und eine dauerhafte, lesbare Kopie einer bestimmten Unterhaltung samt Fotos willst — unabhängig davon, ob der Telefonwechsel reibungslos läuft —, exportiere sie mit Medien, bevor du wechselst. Das Backup überträgt dein Konto; der Export ist dein Sicherheitsnetz und dein Archiv.

Die Medien eingebettet ansehen

Ein rohes Zip lässt sich schlecht durchstöbern — du müsstest ständig zwischen einer Textdatei und einem Ordner voller kryptisch benannter Bilder hin- und herspringen. Zieh stattdessen die ganze .zip in ChatViewer, und jedes Foto, Video und jede Sprachnachricht erscheint direkt in der Unterhaltung an der Stelle, an der es gesendet wurde. Das Zip wird vollständig in deinem Browser geöffnet und zugeordnet — nichts wird auf einen Server hochgeladen. Willst du eine tragbare Kopie, bettet PDF exportieren auch die Fotos ein: kostenlos für die ersten 500 Nachrichten (kleines Wasserzeichen), 9 USD für jede Nachricht ohne Wasserzeichen, oder 19 USD für eine gerichtsfeste Version mit Bates-Nummerierung und einem SHA-256-Hash.

Häufige Fragen

Warum fehlen meine Fotos im Export?

Entweder hast du beim Exportieren „Ohne Medien" gewählt, oder die Fotos sind älter als die etwa 10.000-Nachrichten-Grenze, die gilt, wenn Medien enthalten sind. Exportiere erneut mit Medien, um die aktuellen Bilder zu erfassen.

Was ist die .opus-Datei in meinem Export?

Das ist eine Sprachnachricht. WhatsApp nimmt Sprachnachrichten im Opus-Audioformat auf. Die meisten modernen Browser und Mediaplayer können .opus-Dateien direkt abspielen.

Warum ist meine Exportdatei so groß?

Videos und Fotos machen den Großteil der Größe aus. Ein Chat mit vielen geteilten Medien kann mehrere hundert Megabyte erreichen. Ein Export ohne Medien ergibt eine Datei, die meist nur ein paar Megabyte groß ist.

Kann ich einen Export mit Medien per E-Mail verschicken?

Nur wenn er klein ist. Die meisten E-Mail-Anbieter lehnen Anhänge über etwa 25 MB ab. Für größere Exporte nutzt du Google Drive, iCloud oder überträgst die Datei direkt auf deinen Computer.

Ist ein WhatsApp-Backup dasselbe wie ein Export mit Medien?

Nein. Ein Backup ist eine verschlüsselte Datenbank, die nur dazu dient, WhatsApp auf einem Handy wiederherzustellen — du kannst es nicht selbst öffnen. Ein Export ist eine lesbare .zip einer Unterhaltung, die unabhängig von WhatsApp funktioniert — genau das, was du behalten oder anderswo ansehen willst.